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Treffen in Schloss Beuggen/ Rheinfelden

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Mitglieder von „Erzähler ohne Grenzen“ bei Tagung in Schloss Beuggen/Südschwarzwald

Wer uns so fröhlich zusammen sieht, kann vielleicht ahnen, wie wichtig der Zusammenhalt ist für diejenigen, die sich (unter anderem) dem Erzählen für Menschen in schwierigen Situationen widmen.
Menschen in Krisengebieten, ZuhörerInnen mit Demenz, Flüchtlinge, Menschen im Hospiz … Märchen können einen Raum der Geborgenheit schaffen gerade dann, wenn alles unsicher ist.
Danke Micaela Sauber und außerdem natürlich danke dem Verband der Erzählerinnen und Erzähler e.V. für die Organisation des gesamten Treffens!

Juni 2016: Hautnah erzählt

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Juni 2016: Hautnah erzählt
Pressemitteilung
Brendan Nolan auf der jährlichen Konferenz von FEST (Federation for European Storytelling),
am 3. Juni in Paris.

Die erzählte Wirklichkeit von Asylsuchenden rührte Berufserzählerinnen und –Erzähler bei einem internationalen Treffen in Paris zu Tränen. Gut 100 europäische Erzählkünstlerinnen und –Künstler trafen sich zu der jährlichen Konferenz von FEST – Federation for European Storytelling – vom 3. bis 5. Juni 2016 .
Der Sprecher von Tellers without Borders/Erzähler ohne Grenzen, Brendan Nolan, berichtete von einer Zuhörerin in einem Schutzzentrum in Dublin. Sie stand plötzlich in der Mitte einer Geschichte auf und sagte, seit acht Jahren sei sie nicht so entspannt gewesen und wollte gern, so lange dies anhielte, sich schlafen zu gehen.
Brendan Nolan berichtete von Kindern in Hamburger Flüchtlingslagern, die auf Teppichen sitzend, die man für sie aus gelegt hat, friedlich Äpfel essen und Märchen lauschen. Er sprach von TwB KollegInnen und –Kollegen, die in Tandem Techniken Märchen erzählen, um Sprachbarrieren zu überwinden.
Erzähler ohne Grenzen/Tellers without Borders erzählen für Menschen in Not in vielen verschiedenen Ländern und in Flüchtlingseinrichtungen in Europa.
Nolan erinnerte, indem er Gauri Raje, eine TwB Kollegin zitierte, an Scheherazade aus 1001 Nächten, die jede Nacht eine neue Geschichte erzählte, um ihr Leben zu retten. Dies könne in Zusammenhang gesehen werden mit dem, was moderne Flüchtlinge staatlichen Instanzen aus ihrem Leben erzählen müssen, um nicht wieder dorthin zurück geschickt zu werden, woher sie gerade geflohen sind.
Viele der anwesenden Erzählerinnen fühlten sich angesprochen und boten Unterstützung an.
Die Initiatorin von Tellers without Borders, Micaela Sauber, warnte vor Naivität im Umgang mit Traumatisierten, um Retraumatrisierungen zu vermeiden bei gut gemeinten Aktionen.
Erzähler ohne Grenzen/Tellers without Borders werden in Kürze Seminare anbieten für Erzähler/innen, die mit Traumatisierten arbeiten.

Hintergrund: Erzähler ohne Grenzen/Tellers without Borders ist ein wachsendes Netzwerk professoneller ErzählkünstlerInnen aus Europa und Nahost. Erzähler ohne Grenzen waren bisher aktiv in Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Haiti, Libanon, Irak, Gaza/Palestina und Westjordanland/Palästina, in Deutschland, Österreich und Irland. Siehe auch www.erzaehler-ohne-grenzen.de und www.tellers-without-borders.net
Fragen bitte an: mail@micaela-sauber.de

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Januar 2016 – Netzwerktreffen Erzähler ohne Grenzen

Januar 2016 – Netzwerktreffen Erzähler ohne Grenzen

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Ein Treffen zur internationalen Erweiterung des Netzwerkes Erzähler ohne Grenzen in Tellers without Borders International fand vom 6.-9. Januar 2016 in Hamburg statt.
Es waren 15 Menschen aus 10 Ländern zum zweiten Mal zusammen gekommen, um miteinander Struktur und Leitbild für eine effektive und nachhaltige Zusammenarbeit zu entwickeln. Das nächste Treffen dieser Führungsgruppe wurde für Januar 2017 in Norwegen verabredet.
Anschließend kamen weitere 14 Berufserzählerinnen und –erzähler aus 3 weiteren europäischen Ländern dazu, um an einer Fortbildung für den Umgang mit Erzählkunst für traumatisierte und geflüchtete Menschen teilzunehmen. Ziel ist es, dass professionelle Erzählerinnen und Erzähler sich für die neuen Herausforderungen in ihrem Berufsfeld qualifizieren, die durch die starke Migration von Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten entstanden sind.
Seit vielen Jahren arbeiten Laura Simms aus New York, Odile Neri-Kaiser aus Frankreich und Deutschland und Micaela Sauber als Berufserzählerinnen und Dozentinnen weltweit mit Menschen in Krisengebieten oder an ihrem Wohnort mit Migrantinnen und Migranten, Geflüchteten, Traumatisierten und Vertriebenen. Ivanir Hasson-Olsen aus Norwegen reist als Clownin und Märchenerzählerin jährlich durch etwa 30 Flüchtlingslager in Norwegen. Brendan Nolan aus Irland baut dort seit einem Jahr Tellers without Borders auf mit regelmäßigen Veranstaltungen. Gauri Raje arbeitet in Großbritannien und Indien mit Menschen und Gemeinschaften, die von Vertreibung, Heimatlosigkeit und Traumatisierung betroffen sind. Micaela Sauber aus Hamburg arbeitet seit fast 30 Jahren als Erzählkünstlerin. Sie hat das Netzwerk Erzähler ohne Grenzen initiiert. Zur Zeit baut sie eine notfall- und traumapädagogische Initiative auf, die seit März 2015 in Hamburg in Erstaufnahme- und Folgeeinrichtungen für Geflüchtete aktiv ist. Das Erzählen von Märchen ist ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit mit Kindern mit Traumatisierung zur Heilung und Integration.
Das Netzwerk Erzähler ohne Grenzen ist seit 4 Jahren in den deutsch sprachigen europäischen Ländern aktiv und hat bisher als Projekt eines norddeutschen Vereins zur Förderung von Erzählkunst gearbeitet. Unsere Aktivitäten waren Fortbildungen, Erzählen in Krisengebieten (Nahost, Haiti, Bosnien, Nordirak) und Projekte in Hamburger Flüchtlingsunterkünften. Am 10. Januar 2016 wurde ein eigener Verein mit Sitz in Hamburg gegründet, dessen Mitglieder aus den deutschsprachigen Ländern stammen.

Micaela Sauber 12. Januar 2016